Jetzt Handeln: Baden-Württemberg klimafreundlich

Im Koalitionsvertrag schreiben Grüne und CDU dem Klimaschutz eine zentrale Rolle zu: „Es bleibt nicht viel Zeit, die Herausforderungen sind drängend“ beschreibt das Vorwort die Transformation ins postfossile Zeitalter.

„Viele unserer Forderungen an die Politik gegen die Klimakrise finden sich in dem Papier,“ lobt Thomas Albrecht vom Klimagerechtigkeitsbündnis Esslingen. Diese Worte jetzt in die Tat umzusetzen sei die eigentliche Herausforderung, die ab sofort beginnt.

Das programmatische Ziel, die Mobilität in Baden-Württemberg nachhaltig zu gestalten, wurde von den Koalitionspartnern bisher nur im Sparmodus verfolgt. Ein Drittel der KFZ-Fahrten zu verlagern und mit dem Umweltverbund abzuwickeln erfordert auch Anpassungen in Esslingen. Straßenraum muss neu aufgeteilt, Flächen für Lebens- und Aufenthaltsraum zurückgewonnen werden.

„Insbesondere das Sorgenkind Wärmewende erfordert enorme Investitionen in die Gebäudesanierung, den Ausbau von Solarthermie und Geothermie”, macht Fritz Mielert, Umweltreferent beim BUND Baden-Württemberg, deutlich.

„Jetzt müssen die Ziele konsequent angepackt und das notwendige Geld bereitgestellt werden.“, so Albrecht, damit die Transformation nicht am Finanzierungsvorbehalt scheitert.

Stadtradeln fürs Klima

Die Kampagne STADTRADELN startet ab heute bis zum 21. Mai und wir sind alle dazu eingeladen, möglichst viele Kilometer CO2-frei mit dem Rad oder Pedelec zurückzulegen. Egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit – jeder Kilometer zählt. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, ihre alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Bis jetzt sind bereits 52 Teams angemeldet – ein neuer Rekord! Während des gesamten Stadtradel-Zeitraums können neue Teammitglieder und Teams angemeldet werden und dieses Jahr hat das Klimagerechtigkeitsbündnis sogar ein eigenes Team zu dem du herzlich eingeladen bist:

=> Ja ich radel im Team des Klimagerechtigkeitsbündnis Esslingen mit
https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=1&team_preselect=11719

Die Klimakrise macht keine Pause!

Vergangenen Freitag zogen knapp 400 Menschen durch Esslingens Straßen für starke EU-Klimaziele, einen Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende. Um das 1,5°-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen, sind alle Menschen gefordert.

Angelina Haug sagte am Marktplatz: „Wir wollen einen Systemwandel.“ Sie stellte das Projekt „Wandelstadt 2027“ vor und lud ein: „zusammen können wir richtig viel bewegen“. Um Umweltschutz und Nachhaltigkeit in die Stadt zu bringen, müssten Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam am ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Wandel mitarbeiten.

Am 21. Oktober findet daher ein Infoabend statt. Das Klimagerechtigkeitsbündnis möchte Bürgerbeteiligung nicht nur einfordern sondern aktiv gestalten. Alle Menschen sind eingeladen, beizutragen, damit die Welt ein besserer Ort für Alle wird.

Globaler Klimastreik am 25. September

Start der Esslinger Aktion ist um 15 Uhr am Bahnhof

Unter Einhaltung der  geltenden Corona-Regelungen und umfangreichen Hygienekonzept werden wir zum Marktplatz Esslingen ziehen. Kommt alle mit auf die Straße und setzt Euch sichtbar für eine gerechte Klimapolitik ein!

Weltweit werden am 25. September Menschen jeden Alters für die Einhaltung des Pariser Klimaschutz­abkommens demonstrieren. Ein breites Bündnis verschiedenster Organisationen ruft zur Teilnahme auf, dazu gehören auch wir. Gemeinsam demonstrieren wir für einen globalen und konsequenten Klimaschutz – eine gerechte Klimapolitik für die lebenswerte Zukunft unserer Kinder!

Europäische Mobilitätswoche

Jährlich vom 16. bis 22. September findet die europäische Mobilitätswoche statt. Als Klimagerechtigkeitsbündnis Esslingen untestützen wir Critical Mass und Park(ing) Day am Freitag 18. September sowie die Kidical Mass am 20. September. Weitere Infos auf esslingenaufsrad.de

Die europäische Mobilitätswoche 2020 steht unter dem Motto „Klimafreundliche Mobilität für alle“. Das Motto spiegelt das ehrgeizige Ziel eines CO2-neutralen Kontinents bis 2050 wider, das die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bei der Vorstellung des europäischen Green Deals vorgegeben hat. Außerdem soll das Thema darauf hinweisen, wie wichtig der Zugang zu klimafreundlichen Verkehrsmitteln ist und für einen auf Inklusion ausgerichteten Rahmen werben, der niemanden ausschließt.

Sa 19.9. World Cleanup Day Esslingen

Während des jährlichen World Cleanup Day werden wieder Millionen von Mitmachern weltweit erwartet. Sei auch Du dabei ! in Esslingen und
befreie unsere Straßen, Parks, Wälder, Flüsse, Flussufer von achtlos weggeworfenem Abfall und Plastikmüll.

Beginn: 10:00 Uhr ( Treffpunkt ab 9:45 Uhr inklusive Ausgabe der Putzutensilien: Greifzangen, Handschuhe, Eimer und Müllsäcke )

Ziel: am Maillepark beginnend bis zum Merkelpark und wieder zurück den dort liegenden Müll aufsammeln und in Müllsäcken, bis zur Abholung durch den Bauhof, zu deponieren.
Es wird in Kleingruppen agiert, je nach Auflage und den bis dahin geltenden Sicherheits-und Gesundheitsregeln. Bitte bringt auch Mundschutz mit, zum Schutz und z.B. auch fürs Gruppenbild.

Je nach Anzahl der mitmachenden Menschen kann das Sammelgebiet auch noch erweitert werden.

Ende ca. 12:30 mit anschließend kleinen Snacks zur Kräftigung.
Ziel: 12:30 bis 13: 30 gemeinsames Essen 🙂
( das Essen wird, wenn bis dahin möglich, wieder bereitgestellt über Foodsharing Esslingen )

Passende Kleidung ( Schuhwerk, Sonnenschutz, etc.. ) und Trinken sollte bitte jede*r selbst mitbringen – die Putzutensilien werden gestellt.( so lange der Vorrat reicht )

Wer selbst Handschuhe, Greifzangen, etc. hat, darf diese gerne mitbringen und nutzen.

Mit dabei an diesem Tag sind auch die Teams von tobacycle und finep mit besonderen Aktionen zum Thema Müllvermeidung und Recycling.

Seid gespannt und kommt vorbei – lasst uns Esslingen gemeinsam ein schönes Stück sauberer machen unter dem Motto: gemeinsam für Mensch, Tier und Umwelt

Viel Rückwind für Esslingens Tippelschritte

Etwa 40 Menschen hatten sich eingefunden, um die Überreichung der Petition an OB Zieger zu begleiten. Der 100%ig emissionsneutrale O-Bus wurde im Rahmen des Nachtragshaushalts beschlossen. Die Umweltspur dagegen hat der OB gleich am Anfang der Sitzung von der Tagesordnung genommen und in die Auschüsse verwiesen. Schade! Auch die großen Ausgaben für die Esslinger Brücken mit ausreichender Breite für viel Autoverkehr kamen fast glatt durch den Gemeinderat. Gegen die Klimakrise wäre mehr Mut wünschenswert gewesen.

Diese Steinwüsten gehören Verboten

Leserbrief von Ulrike Bär zu „Land will Schottergärten verbieten“ (EZ vom 24.06.):

Auch ich finde, dass es allerhöchste Zeit ist, ein Ende dieser hässlichen und für die Natur unnützen Schottergärten gesetzlich festzuschreiben. Schottergärten müssen vermieden und weitere Versiegelung unterlassen werden, wenn wir das Artensterben stoppen wollen. Da die Hitzeperioden in den Städten zunehmen, muss alles getan werden, um das Stadtklima zu verbessern. Wichtig wären viel mehr Grünflächen, mehr Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung und Wasserflächen – zu einem erträglichen Klima tragen die Steinwüsten absolut nichts bei. Das Gegenteil ist der Fall, sie heizen das Klima noch mehr auf. Die Zahl der Insekten ist dramatisch zurückgegangen, daher müssen wir handeln, und die Landesregierung sollte nicht länger auf Einsicht hoffen sondern ein Gesetz verabschieden, das gut für Natur und Mensch ist und nicht einem Modetrend folgt.

#fighteverycrisis: Nachtragshaushalt muss klimagerecht werden

Mit großen Plakaten mahnen die Klimaaktivisten heute vor der Gemeinderatssitzung am Neckarforum, Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe in den städtischen Nachtragshaushalt zu integrieren. Vor genau einem Monat hat das Klimagerechtigkeitsbündnis den “Wandel-Stadt-Kompass 2027” an Oberbürgermeister Dr. Zieger übergeben.

Das Thema Klimaschutz ist und bleibt das herausragende Zukunftsthema unserer Zeit. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und die globale Erwärmung auf unter 1,5° C zu begrenzen, ist es unsere Aufgabe in Esslingen, bis 2027 klimaneutral zu sein. Engagierte Esslinger*innen aus vielen verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen haben über mehrere Monate gemeinsam die Stadt skizziert, in der sie im Jahr 2027 leben wollen. Die konkreten Ideen haben sie im „Wandelstadt-Kompass 2027“ in acht Themenbereichen zusammengefasst. Auf 20 Seiten übermittelten sie die kompakt aufgelisteten Anregungen an alle Stadträt*innen gleichzeitig mit der Übergabe an OB Dr. Zieger am Freitag, 29. Mai vor genau einem Monat.

Das Bündnis sucht dazu den Dialog mit allen Bürger*innen und Verantwortungsträger*innen in der Stadt. “Zur Zusammenarbeit mit dem politischen Gremium haben wir daher alle Fraktionen zu einer Video -Konferenz eingeladen. Am 15. Juni sind wir bei den Vertreter*innen von Grünen, Linken und FDP auf offene Ohren und Interesse an einem wohlwollenden Miteinander gestoßen. Wir werden aus den vielen Ideen der weiteren Zusammenarbeit konkrete Vorschläge zur Unterstützung der Gemeinderät*innen entwickeln. Für den Herbst planen wir einen weiteren öffentlichen OpenSpace, um die Bürgerbeteilgung am Wandel-Stadt-Kompass zu verbreitern,” blickt Thomas Albrecht in die Zukunft.

„Die Klimakrise ist in vollem Gange, die Erwärmung in der Stadt Esslingen ist bereits Realität,“ betont Waltraud Jäger die akute Dringlichkeit. Sie ist für die Parents for Future Mitglied im Klimagerechtigkeitsbündnis. „Wir müssen jetzt zielgerichtet eine weitere Erhitzung der Stadt aufhalten. Viele der von uns vorgestellten Maßnahmen sind sofort umsetzbar, beispielsweise Baumpatenschaften. Einzelne Bürger*innen, auch ganze Quartiere können in Hitzeperioden Straßenbäume vor ihren Haustüren gießen, um die Bäume vor dem Verdursten und Absterben zu bewahren. Wir alle wissen, dass Bäume Schatten spenden, die Luft verbessern und somit wertvolle Helfer sind in unserem Bemühen, die Temperaturen der Stadt zu senken. So kann eine kleine Tat eines einzelnen Bürgers viel bewirken.“

Dem Nachtragshaushalt kommt so eine Schlüsselrolle für mehr Klimagerechtigkeit zu. Eine Erweiterung des heute zum Beschluss vorliegenden Einwegplastik-Verbots spart CO2 ein. Ressourcen für Herstellung und Transport werden vermieden, indem Mehrweg-Systeme mit dem Ziel der Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden.

Viele weitere Ideen, Anregungen und konkrete Vorschläge finden sich im Wandel-Stadt-Kompass als pdf zum Download auf www.klima-es.de